Freitag, 18. April 2008

Fraser Island

Ich war mit Eric, hab ich in Bundaberg kennen gelernt auf Fraser-Island. Das ist die groesste Sandinsel der Welt. Der Weg dort hin war auch schon klasse. Ich hab Eric morgens um 05:10 Uhr vom Flughafen abgeholt. Wir sind dann nach Rainbowbeach gefahren und haben dort die erste Nacht am Strand gecampt. Der Strand ist ungefaehr um die 50 km lang und dort haben wir uns einen Zeltplatz gesucht. Man faehrt also am Strand rum und schaut nach einem schoenen Plaetzchen. Wenn man aufm Strand faehrt heisst es ja, dass man den Reifendruck runter machen soll und den 4wd rein. Ich dachte mir, geht auch so. Denkste! Es hat keine 15 Meter gedauert, dann sind wir im weichen Sand stecken geblieben. Ausgestiegen, reifendruck ein bisschen runter und dann gings weiter. Am Strand fahren ist absolut cool. Aber nach ca. 1 std. wird’s einem brutal langweilig. Wir mussten uns ein bisschen beeilen, da die Flut kam. Es hat auch nicht geholfen, dass wir noch ein paar mal stecken geblieben sind. Aber man lernt ja mit jedem Kilometer den man auf Sand faehrt. Auf jeden fall haben wir ein schoenen Platz gefunden, dachten wir. Des Zelt war aufgebaut, Auto geparkt, dann gings los, der erste Sonnenuntergang, und schon wurden wir von Sandfloehen aufgefressen. Eric und ich hatten ueber 100 Bisse an jedem Bein. Aber cool was trotzdem. Das coole ist wenn du irgendwo campst, musst du erst ein loch graben, wenn du aufs Klo willst. Ich mir die Schaufel geschnappt und mir ein ruhiges Plaetzchen gesucht. Ist ja nicht schwer, bist ja quasi alleine am Strand. Angefangen ein kleines loch zu graben und nach ca. 10 cm Tiefe auf ein Fels gestossen. Sowas kann auch nur mir passieren, der Strand ist ueber 50 km lang und ich such mir den einzigsten Platz zum Sch’’’ aus, der aus Fels besteht.

Hier sieht man den Riss in der Scheibe.

Dann sind wir auf Fraser gefahrn. Auf dem Weg zur Faehre kam eine Warnung, „Attention Soft Sand“. Da stand noch ein anderer 4WD und hat sich den Strand angeschaut. Ich dachte nur „Auf geht’s, hab ja nicht den ganzen Tag Zeit“. Ich haette mir auch vorher den Strand anschauen sollen und mir eine gute Linie aussuchen sollen. Auf jeden Fall sassen wir mal wieder Fest. Nicht schlimm, aber peinlich wars. Kurz mit den Haenden den Sand weg gemacht und weiter gings.

Fraser an sich war einfach nur klasse, das einzigste was gestoert hat, war dass es immer angefangen hat zu regnen, wenn Eric und ich was essen wollte. Da richtet man sich ein BBQ, legt das erste Steak auf den Grill und es fängt an zu regnen. Was man natuerlich nicht dabei hat ist eine grosse Plane, die mal als Dach benutzen koennte. Ich hab grosse Vorratsboxen, von dennen haben wir uns dann die Deckel mit Spanngurten auf den Kopf geschnallt. In der Not ist man erfinderisch. Die Suesswasserseen sind einfach nur genial, das Wasser ist absolut klar. Alle Touristenattraktionen wie „Eli-Creek“ und die „Maheno“ haben wir auch mit gemacht.(Creek = Bach) Eli-Creek ist der groesste Suesswasser-Creek auf Fraser. Hier kannste ohne Sonnenbrille fast nicht lang laufen. Der weisse Sand blendet dich so.

Eli Creek


Die Maheno war ein Luxusdampfer der vor dem 2. Weltkrieg auf Grund gelaufen ist. Eine Woche nachdem die Maheno auf Grund gelaufen war, hat der Captain auf dem Schiff im Saal geheiratet. Das war das letzte mal, dass die Maheno als Luxusdampfer genutzt wurde. Die Maheno wurde vor dem 2. Weltkrieg als Uebungsziel fuer Bomber benutzt. Deswegen ist das Schiff in so schlechtem Zustand. Es gibt unzaehlige Schiffwracks auf Fraser-Island.

An der Westkueste am Deep-Creek liegen gleich 2 in einem Abstand von 300 Metern. Der Deep Creek ist ganz schoen heimtueckisch. Da laeuft man im Creek entlang und auf einmal sinkt man bis zum Knie ein. Zum Glueck waren wir zu Zweit. Wir mussten uns gegenseitig ein paar mal aus dem Matsch rausziehen. Das schoenste an Fraser ist der Norden und die Westkueste, fast keine Touristen, man ist alleine und wenn man mal Glueck hat sieht man ein anderen 4WD. Das ist ganz gut, wir sind naemlich einmal richtig stecken geblieben. Wir konnten aus eigenen Kraeften dort nicht mehr raus. Ich schaetze mal, dass wir fast ne Tonne Sand rumgeschaufelt haben. Aber dass gehoert dazu. Wir haben auch versucht ganz in den Norden zum Leuchtturm zu fahren, aber die „Strasse“ war so schlecht, da konnte man gar nicht fahren, da ist man lieber abseits der Strasse gefahrn, das war besser. Wir sind einfach nicht durch gekommen und mussten umdrehn.










Es macht absolut Spass Offroad zu fahren. Es wackelt alles so schoen. Man muss am Strand hoellisch auf die Creeks (Baeche) aufpassen, die in den Ocean fliessen. Da gibt es tiefe Auswaschungen, quasi ein Bachbett im Sand. Ich hab ein Creek nicht gesehn und bin mit ca. 80 km/h drueber gefahrn. Da hats ordentlich gerumpelt im Auto, Wasser ist rumgespritzt und es hat ganz schoen gewackelt. Oder wenn das Auto von den Bodenwellen aufgeschaukelt wird ist ein abartiges Gefuehl. Da huepft man auf seinem Sitz hin und her. Selbst bei Schrittgeschwindigkeit.




Wir hatten noch Saumaessiges Glueck auf Fraser. Es war ein ziemlich stuermischer Tag mit viel Regen. Wir haben unser Camp aufgeschlagen und wollten noch mal in den Norden fahren. Da ist auf dem Campingplatz ein Baum umgefallen und ist uns direkt in aufs Zelt. Zum Glueck ist das nicht nachts passiert. Jetzt brauch ich erstmal ein neues Zelt. Das alte ist total kaputt.



1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

bin sehr neidisch. flo